Seit 2016 arbeite ich an meinem künstlerischen Projekt Hybride Heimat, das sich als kritische Reflexion einer Gegenwart versteht, in der die Auseinandersetzung mit begrifflichen Konzepten wie Identität und Identifikation eine hoch komplexe und komplizierte Problematik aufbricht. Ich beobachte wie durch technisch-mediale Möglichkeiten und geo-politische Ereignisse eine Aufspaltung und Umstrukturierung persönlicher, sozialer und kultureller Orientierungsprozesse sowie gesellschaftlicher Wertebildungsstrategien stattfindet.
Darum beschäftige ich mich mit der Beziehung des Menschen zu seiner gegenständlichen Umwelt. Mit den Objekten, die ihn unmittelbar umgeben, mit der Umwelt die auf ihn einwirkt, einer Umwelt, die er wahrnimmt, die er formt und die auf ihn zurückwirkt, sich in ihm abdrückt.
Im Zentrum dieses Projekts steht der Mensch und die Prozesse seiner Vergegenwärtigung. Dennoch denke ich, dass meine Arbeiten viel besser funktionieren, ohne den Menschen selbst abzubilden. Vielmehr reflektieren meine Arbeiten über das Zusammenspiel von Umwelt und Raum, Körper und Form, die immer wieder in ihrer Bedeutung aufgeweicht werden. Dies führt zu Irritationen, welche sich manchmal sanft, manchmal schonungslos einstellen.
Rechteckige Gussformen produzieren immer gleiche Betonblöcke. Erfassen Gegenstände, schließen sie ein, verbergen sie unter sich. Die Gegenstände drücken sich ein, verschwinden oder brechen heraus. Strukturen, Serialität, Ähnlichkeit, Mimesis werden beobachtet, erfasst, geglättet, inszeniert.
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